Private Krankenversicherung · Einkommensabsicherung
Krankentagegeld – Verdienstausfall bei Arbeitsunfähigkeit
Die private Krankentagegeldversicherung dient der Absicherung eines Verdienstausfalls, der durch krankheits- oder unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit entsteht. Höhe, Leistungsbeginn und weitere Voraussetzungen richten sich nach dem vereinbarten Versicherungsschutz und den Tarifbedingungen. Krankentagegeld ist von der Erstattung medizinischer Behandlungskosten und vom Krankenhaustagegeld zu unterscheiden.
Was ist Krankentagegeld?
Krankentagegeld gehört nicht zur Erstattung von Arzt-, Krankenhaus- oder Medikamentenkosten. Es dient dazu, einen durch Arbeitsunfähigkeit verursachten Verdienstausfall durch eine vereinbarte Geldleistung abzusichern.
Nach dem Versicherungsvertragsgesetz ist der Versicherer bei einer Krankentagegeldversicherung verpflichtet, den durch Krankheit oder Unfall und daraus folgende Arbeitsunfähigkeit verursachten Verdienstausfall durch das vereinbarte Krankentagegeld zu ersetzen.
Verdienstausfall
Versichert wird ein finanzieller Ausfall aufgrund krankheits- oder unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit.
Vereinbartes Tagegeld
Die Leistung wird als vertraglich vereinbartes Krankentagegeld für die versicherten Tage der Arbeitsunfähigkeit erbracht.
Eigenständige Absicherung
Krankentagegeld ist von der privaten Krankheitskostenversicherung und vom Krankenhaustagegeld zu unterscheiden.
Einen Überblick über weitere Leistungsbereiche bietet die Seite PKV-Leistungen.
Wann besteht ein Leistungsanspruch?
Ob Krankentagegeld gezahlt wird, richtet sich nach den gesetzlichen Grundlagen sowie den vereinbarten Versicherungs- und Tarifbedingungen. Zentral ist eine Arbeitsunfähigkeit infolge von Krankheit oder Unfall.
Die konkrete Definition der Arbeitsunfähigkeit, die erforderlichen Nachweise und mögliche Mitwirkungspflichten ergeben sich aus dem jeweiligen Vertrag. In den üblichen Versicherungsbedingungen ist eine ärztliche Feststellung der Arbeitsunfähigkeit von wesentlicher Bedeutung.
Arbeitsunfähigkeit
Die versicherte Person muss aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls im Sinne der vereinbarten Bedingungen arbeitsunfähig sein.
Nachweis
Die Arbeitsunfähigkeit und ihre Dauer müssen entsprechend den vertraglichen Anforderungen nachgewiesen werden.
Vertragsbedingungen
Der konkrete Leistungsanspruch richtet sich nach dem vereinbarten Tarif und den dazugehörigen Versicherungsbedingungen.
Bei Abschluss einer Krankentagegeldversicherung können Gesundheitsfragen und eine Risikoprüfung eine Rolle spielen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Gesundheitsangaben.
Leistungsbeginn und Dauer
Krankentagegeld muss nicht unmittelbar am ersten Tag einer Arbeitsunfähigkeit gezahlt werden. Der Vertrag kann eine Karenzzeit vorsehen. Erst nach Ablauf dieser vereinbarten Zeit beginnt die Zahlung, sofern die weiteren Leistungsvoraussetzungen weiterhin erfüllt sind.
Welche Karenzzeit zweckmäßig oder vorgesehen ist, hängt von der jeweiligen Versicherungssituation und dem vereinbarten Tarif ab. Arbeitnehmer, Selbstständige und andere Erwerbstätige können unterschiedliche Absicherungszeiträume benötigen; die konkrete Gestaltung ergibt sich aus dem Vertrag.
Karenzzeit
Der Vertrag kann festlegen, nach wie vielen Tagen einer Arbeitsunfähigkeit die Krankentagegeldzahlung beginnt.
Fortbestehende Arbeitsunfähigkeit
Die Leistung setzt voraus, dass die tariflichen Voraussetzungen während des Leistungsbezugs weiterhin erfüllt sind.
Keine allgemeine feste Höchstdauer
Eine für sämtliche Krankentagegeldtarife identische maximale Leistungsdauer besteht nicht. Maßgeblich sind Versicherungsfall und Vertragsbedingungen.
Von der Karenzzeit bis zum Leistungsbeginn sind die bei Vertragsabschluss möglichen Wartezeiten zu unterscheiden. Für vereinbarte Wartezeiten enthält das Versicherungsvertragsgesetz gesetzliche Höchstgrenzen. Weitere Informationen bietet die Seite Wartezeiten.
Höhe, Beitrag und Tarifmerkmale
Die Höhe des Krankentagegeldes wird bei Vertragsabschluss vereinbart. Ziel der Versicherung ist die Absicherung eines tatsächlichen Verdienstausfalls und nicht die Erstattung medizinischer Behandlungskosten.
Auch der Beitrag für die Krankentagegeldversicherung richtet sich nach tariflichen und versicherungsmathematischen Faktoren. Zu den möglichen Einflussgrößen gehören der gewünschte Versicherungsschutz, die Höhe des vereinbarten Tagegeldes, der Leistungsbeginn sowie persönliche Risikomerkmale.
Tagessatz
Die vereinbarte Höhe des Krankentagegeldes bestimmt die Leistung für die anspruchsberechtigten Tage der Arbeitsunfähigkeit.
Leistungsbeginn
Auch die vereinbarte Karenzzeit gehört zu den Tarifmerkmalen einer Krankentagegeldversicherung.
Beitragsfaktoren
Gesundheitsangaben, Eintrittsalter und weitere tarifliche Kalkulationsmerkmale können bei der Beitragsberechnung berücksichtigt werden.
Wie Beiträge in der privaten Krankenversicherung kalkuliert werden und welche Faktoren eine Rolle spielen können, wird unter PKV-Beitrag näher beschrieben.
Die Inhalte auf Kosten-Krankenversicherung.de dienen allgemeinen Informationszwecken. Ob Krankentagegeld gezahlt wird und in welcher Höhe ein Anspruch besteht, richtet sich nach dem konkreten Versicherungsvertrag, den Tarifbedingungen und den gesetzlichen Vorgaben.
FAQ – Häufige Fragen
Ist Krankentagegeld automatisch in einer privaten Krankenversicherung enthalten?
Nein. Krankentagegeld ist eine eigene Versicherungsleistung und muss entsprechend vereinbart sein. Es ist von der privaten Krankheitskostenversicherung zu unterscheiden.
Ab wann wird Krankentagegeld gezahlt?
Der Leistungsbeginn richtet sich nach der vereinbarten Karenzzeit und den weiteren Tarifbedingungen. Voraussetzung ist, dass die versicherte Arbeitsunfähigkeit entsprechend den Vertragsbedingungen besteht und nachgewiesen wird.
Ist Krankentagegeld dasselbe wie Krankenhaustagegeld?
Nein. Krankentagegeld dient der Absicherung eines Verdienstausfalls aufgrund von Arbeitsunfähigkeit. Krankenhaustagegeld ist dagegen eine vereinbarte Geldleistung für eine medizinisch notwendige stationäre Heilbehandlung.